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21.07.2024
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talking HTTP  

Hier ein kleiner Workshop um den Datenverkehr im Internet etwas besser zu verstehen.
Das HTTP (Hypertext Transfer Protocol) ist ein Übertragungsstandard für interaktive Texte. (und mehr)
Der bekannteste Typ von Datei der über HTTP übertragen wird ist eine HTML (Hypertext Markup Language) Datei.
Jetzt wollen wir selbst mal 'Browser' spielen und eine HTML-Datei von einem Internetserver anfordern.
Angenommen wir benutzten eines dieser weit verbreiteten Windows-Betriebssysteme...
Dort gibt es in den meisten Fällen ein Programm Namen's telnet. Mit Hilfe dieses Programmes kann man
versuchen zu einem Rechner auf einem bestimmten Port eine Verbindung aufzubauen..
Wir starten also über Start \ Ausführen durch eingabe von telnet das Programm.
Dann wählen wir Verbinden \ Netzwerksystem... und geben als Hostname einen beliebigen Internet-Server ein.
Also zum Beispiel: Hostname: www.abc.de Anschluß: 80 Terminaltyp: vt100
Die Eingabe des Anschlußes ist wichtig, hiermit wird der für HTTP genutzte Port 80 verwendet.
Dann wählen wir verbinden... nach ein paar Sekunden sollten wir verbunden sein und durch Eingabe von
GET /index.htm HTTP/1.0 mit anschließendem Enter (evtl. 2mal) drücken, sollten wir
eine Internetseite im Quelltext angezeigt bekommen. Jetzt wäre der Browser an der Reihe diesen Quelltext umzusetzen...
Laut Beschreibung gibt es für das HTTP Protokoll folgende Befehle:
 DELETE GET HEAD OPTIONS POST PUT TRACE
Wobei meistens nicht alle implementiert sind...

Es gibt eine besondere Linkschreibweise für Passwort geschützte Seiten:
http://benutzername:passwort@www.bigerl.de/geheim
 

eMail  

POP3 - Post Office Protocol
Über dieses Protokoll kann man Nachrichten von seinem Postfach abholen
USER name Benutzername übergeben user vorname.nachname
PASS passwort Paßwort senden pass geheimespasswort
STAT Statistik der Nachrichten anzeigen
LIST Nachrichten auflisten & Größe anzeigen
TOP nr anz Zeigt die ersten anz Zeilen von Nachricht nr
RETR nr Empfängt (& zeigt an) Nachricht nr
DELE nr Löscht Nachricht nur nr
RSET Reset durchführen
UIDL Zeigt die Unique ID der Nachrichten an
APOP Sichere Anmeldung (selten genutzt)
NOOP No Operation / nix tun
QUIT Verbindung beenden
SMTP - Smart Message Transfer Protocol (bzw. Simple Mail Tranfer Protocol)
Über dieses Protokoll kann man Nachrichten versenden.
HELO Benutzernamen übergeben (taucht nur im eMail Quelltext auf) helo windowsuser
MAIL Sender-eMail-Adresse (taucht nur im Quelltext auf) mail from:<mir@bayern.de>
RCPT Empfänger eMail-Adresse (an die gesendet wird) rcpt to:<test@bayern.de>
DATA Nach dem Befehl wird der eMail-Text eingegeben. Beenden mit . in leerer Zeile
data
From: "test" <test@bayern.de>
To: "niemand" <niemand@bayern.de>
Subject: Alles nur ein Test
Email-Text
. anschließend wird die Nachricht sofort versandt.
RSET Reset durchführen
NOOP No Operation / nix tun
QUIT Verbindung beenden
HELP Die meisten SMTP-Server bieten hiermit Hilfe an. Details zu befehlen über: help befehl
Bedeutung der verschiedenen Adressierungsformen:
An: / To: direkt angesprochener Adressat
CC: Cole Copy Durchschlag - jemand wird zwar nicht direkt angesprochen, er soll aber Bescheid wissen...
BCC: Blind Cole Copy Wie CC, nur das dieser Empfänger nicht auf der Empfängerliste der anderen Adressaten auftaucht.
Workshop: Riesig große eMails vom Server löschen
Zuerst startet man z.B. das Programm telnet (unter Windows: Start > Ausführen > telnet)
Damit man sieht was man eintippt wählt man unter Terminal > Einstellungen das Lokale Echo an.
Dann wählt man unter Verbinden > Netzwerksystem... die Einstellungen für den eMail Server
Hostname: pop.gmx.de (hier den POP3-Server eintragen)
Anschluss: pop3
Terminaltyp: wird auf vt100 belassen
Man klickt auf ok und gibt dann folgende Kommandos ein:
user benutzername benutzername ist meist die eMail Adresse oder eine Kundennummer
pass passwort das persönliche Passwort
list erzeugt eine Liste aller eMails mit den jeweiligen Größen der Mail
top 3 10 zeigt uns z.B. von der Nachricht Nummer 3 die ersten 10 Zeilen an.
dele 3 löscht die eMail
quit um die Verbindung zu beenden und die Nachricht endgültig zu löschen.
Wen man sich vertippt mus man leider die ganze Zeile noch mal von vorne eintippen.
 

FTP - File Transfer Protocol  

Dieser Dienst ermöglicht die Übertragung von Dateien (File Transfer Protocol = Datei Übertragungs Protokoll)
Man kann diesen Dienst über spezielle Programme benutzen. Bei Windows ist ein solche Programm enthalten. (ftp.exe im Windows- bzw. Windowssystem-Verzeichniss, help eingeben für Hilfe). Man kann aber auch über den Browser zugreifen.
FTP-Server verlangen oftmals Benutzername und Kennwort. Viele Server unterstützen dabei den Gast- bzw. Anonymous-Zugang.
Um sich einzuloggen gibt man als Benutzer anonymous ein und als Passwort die eigene E-Mail-Adresse.
Andere Möglichkeiten sind gast, visitor, guest und als Passwort gar nicht's oder das selbe wie bei Benutzername.)
Hier mal einige Befehle:
user benutzername Anmeldevorgang beim FTP Server
pass passwort
type ascii | binary Übertragungsmodus für Dateien wechseln (ascii oder binary)
lcd Lokales Verzeichnis wechseln
status Statusinformation ausgeben
get Dateien vom Server herunterladen
put Dateien auf den Server hinaufladen
by Bye - Beenden
 

qotd - Quote of the day (Motto des Tages)  

Mit Hilfe diese Services kann man sich immer das aktuelle Motto des Tages holen. Leider wird dieser Dienst nicht mehr allzuoft verwendet.
Hier gibts den Ausredenkalender: ausredenkalender.informatik.uni-bremen.de
Einfach das Programm telnet starten.
Hostname: ausredenkalender.informatik.uni-bremen.de
Anschluss: qotd
Terminaltyp: wird auf vt100 belassen
Man klickt auf ok, dann gibt der Server das Motto des Tages aus und beendet die Verbindung.
 

Telnet  

Dieser Service ermöglicht den Fernzugriff über eine sogenannte Terminal Emulation. Als Terminals bezeichnete man bei Großrechneranlage die Tastatur/Bildschirm Geräte, welche auf den Server zugreifen. Terminals selbst sind keine Rechner. Heutzutage gibts es für 'normale' Rechner eine Terminalemulationssoftware, welche diese Terminals nachahmen.
Bei Linux/UNIX Rechner ist über Telnet der Zugriff auf den Rechner möglich. Man sieht dann über eine Terminalsemulationssoftware die Eingabeaufforderung der Konsole und kann diese bedienen.
Es gibt auch noch einzelne Server welche den Dienst für Informationszwecke nutzen.
Z.B. LOCIS telnet://locis.loc.gov/.
 

Gopher  

Diesen Dienst kann man als Vorgänger des HTTP Standards im Internet sehen. Es wird noch alles im Textmodus dargestellt. Heute kaum mehr verbreitet...
Z.B.: gopher://ftp.std.com/1